Energiewende unter Druck: Planungssicherheit, Markt & Netze | Teil 1

Shownotes

Zu Gast

Dr. Sebastian Bolay Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).

Er beschäftigt sich unter anderem mit Energie- und Klimapolitik, Industriepolitik sowie den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Transformation.

Heinrich Gärtner Mitgründer und CTO der GP JOULE Gruppe sowie Vorsitzender des Landesverbands Erneuerbare Energien Bayern.

GP JOULE entwickelt und realisiert Lösungen rund um erneuerbare Energie, Photovoltaik, Windenergie, Wasserstoff, Wärme, Speicher und Mobilität.

In dieser Episode Warum Planungssicherheit für Investitionen entscheidend ist Welche Rolle die DIHK zwischen unterschiedlichen Unternehmensinteressen einnimmt Warum es innerhalb der Wirtschaft nicht „die eine Meinung“ zur Energiewende gibt PPAs als Alternative oder Ergänzung zum EEG Staatliche Absicherung versus unternehmerisches Risiko Warum niedrige Finanzierungskosten erneuerbare Energien günstiger machen CO₂-Handel und Marktmechanismen Klimaschutz versus Marktverzerrung Warum Infrastruktur zum Flaschenhals der Transformation wird Welche Kosten Unternehmen bei der Elektrifizierung tragen müssen Speichergepufferte Ladeinfrastruktur als Alternative zum Netzausbau Warum bestehende Stromnetze intelligenter genutzt werden müssen Weshalb Regulierung und technische Realität häufig nicht zusammenpassen

Transkript anzeigen

00:00:01: Planungssicherheit,

00:00:03: Marktverzehrung

00:00:04: und ein Stromnetz

00:00:05: das mit den Anforderungen der Transformation nicht Schritt hat.

00:00:07: In dieser Folge von Nödingen Vogels Wattendau sprechen wir darüber woran die Energiewende Aussicht von Wirtschaft- und Projektpraxis tatsächlich hängt.

00:00:16: Zu Gast sind Dr.

00:00:17: Sebastian Bollai bereits seit

00:00:18: der Energie-, Umwelt- und

00:00:19: Industrie bei der deutschen Industrie- und Handelskammer sowie Heinrich Gerdner, der Mitbegründer

00:00:24: von GPJULIS.

00:00:26: Wir sprechen über

00:00:27: PPAs,

00:00:28: staatliche Absicherung, über unternehmerisches

00:00:30: Risiko, Klimafolgekosten

00:00:32: und die Frage

00:00:33: warum fehlende Netzanschlüsse für viele Unternehmen

00:00:35: längst zu strategischen Stadte und Problemen werden.

00:00:38: Und wir stellen eine unbequeme

00:00:39: Frage!

00:00:41: Wie viel Markt

00:00:42: verträgt die

00:00:42: Energiewerte?

00:00:43: Und wieviel verlässlichen Raum

00:00:45: braucht

00:00:47: es?

00:00:50: Liebe Sebastian, liebe Heinrich.

00:00:52: Ganz herzlichen Dank dass ihr bei uns zur Gastseite nach unserem schönen Podcast beim Dokument ins Besondere bei diesen sehr heißen

00:00:57: Temperaturen.

00:00:59: Bei diesem Temperatur

00:01:00: scheinen natürlich alle nützliche A-Achzelima Geräte

00:01:04: und B aber noch

00:01:05: viel viel lauter eigentlich

00:01:06: nach der Energiewende.

00:01:09: Jetzt haben wir mit euch zwei Vertreter bei uns zu Gast.

00:01:12: Der eine von der deutschen Industrie und Handelskammer, der andere von GPJUL also einem ausführenden Unternehmen Zwei Welten, die am Tagesende ja doch sehr, sehr eng zusammenarbeiten und sich austauschen in verschiedensten Ebenen.

00:01:27: Heinrich, erzähl doch einfach mal so ganz grob

00:01:31: wie sich

00:01:32: die aktuelle Lage des Klimas bei euch auf die Wirtschaft entwickelt?

00:01:48: die Anpassungen in der ganzen Regulatur, in der Gesetzgebung entsprechend mit einfließen zu lassen in unsere Geschäftsmodelle.

00:01:56: Es ist gerade schon eine herausfordernde Zeit.

00:01:59: Wir hatten das zum letzten Mal bereits im Jahr zwölf bis zuhörzehn jener berühmter Altmaierknick.

00:02:06: ähnlich gestaltet sich jetzt zurzeit.

00:02:08: es gibt so große Veränderungen seit eben dem Platzen der Finanzierung des Klima- und Transformationsfonds noch in der Ampelregierung.

00:02:17: Die Finanzierung wurde ja beklagt damals von der CDU, den wurde auch stattgegeben und damit war dann nicht nur die Finanzierung erledigt sondern im weiteren Verlauf wie ein Prinzip danach die Regierung.

00:02:28: Und was wir jetzt gerade erleben sind im Große Veränderungen und wir müssen uns entsprechend darauf einstellen, als Unternehmen wie wir damit umgehen.

00:02:36: Da kommen eben zu einem sehr wichtigen Punkt Planungssicherheit die uns im Moment als Unternehmen in dem Bereich erneuerbarer Energien eben grad fehlt.

00:02:45: Wir wissen nicht genau Wohin geht es?

00:02:47: Wie ist die Einstellung der... wie sieht die Zukunft aus?

00:02:51: oder beziehungsweise, wie stehen die Regeln für die Zukunft raus?

00:02:55: und deswegen tun wir industriell für schwer heute die Weichen auch für unsere Unternehmen richtigzustellen.

00:03:00: Es geht uns so leider ganz viel in unserem Bereich so und das ist glaube ich die Herausforderung der Zeit.

00:03:07: Planungssicherheit ist ja ein sehr mächtiges Wort geworden in den letzten Jahren insbesondere aber aktuell und auch mit dem Hinblick darauf, was uns ja ins Haus steht.

00:03:20: Sebastian das ist ja dann so ein bisschen der Part von der deutschen Industrie- und Handelskammer.

00:03:26: ich möchte jetzt ungern sagen ihr betreibt Lobbyarbeit weil das ist es glaube ich eigentlich nicht wirklich sondern ihr seid ja sehr nah an den Unternehmen dran und versucht ja das Ganze so durchzubringen dass die Unternehmen die Wirtschaft in Deutschland gestärkt also gestärked daraus hervorgeht.

00:03:43: Erzähl doch mal so ein bisschen von deinem Alltag, mit dem Bezug auf das was Heinrich gerade eben sagte.

00:03:48: Was kommt da bei euch in der Industrie- und Handelskammer an?

00:03:51: Und wie versucht ihr da

00:03:53: zu unterstützen?

00:03:54: Ja danke für die Frage Michael!

00:03:55: Ich gehe erst nochmal einen Schritt zurück weil ich davon ausgehe dass eure Hörer jetzt auch nicht ganz so in den IHK Strukturen zu Hause sind.

00:04:02: aber es ist glaube ich total wichtig um dann auch zu verstehen was jetzt meine tägliche Arbeit angeht.

00:04:09: Also es ist erstmal so, dass in Deutschland alle Unternehmen per Gesetz, das gibt ein eigenes IHK-Gesetz Mitglied bei ihrer Industrie und Handelskammer sind.

00:04:17: Klammern auf außer sie sind Handwerksbetrieb die haben ihre eigene Organisation.

00:04:21: Klammer zu Wir haben neunundsiebzig Industrienhandelskammern in Deutschland.

00:04:26: von Groß München ist die größte bis Klein.

00:04:30: Das ist gar nicht sicher ob Koburg oder Offenbach die kleinste Kammer ist aber das sind so bisschen die Größenverhältnisse Neuer gestreckt sich über gesamte Bundesgebiet.

00:04:39: Die DHK, für die ich erarbeite hat selber keine Unternehmen als Mitglieder sondern die Neun und Siebzig Industrie- und Handelskammern.

00:04:47: Wir haben natürlich auch Fachausschüsse als auf DHK-Ebene, also jetzt bei unserem Thema.

00:04:53: Ich bin ja noch für ein bisschen mehr zuständig als nur Energie und Klimapolitik.

00:04:56: Wir haben – habe ich zwei Ausschüssen bei mir im Bereich?

00:04:59: Das ist einmal der Umwelt- und Energieausschuss, der sich sehr federführend mit den ganzen Energie- und Klimathemen auseinandersetzt.

00:05:05: Und auch der Industrie- und Forschungsausschuss ist bei mir, weil ich neben Energieklima auch für Umwelt und die Industriepolitik... aber auch Innovation und Forschung mit zuständig bin, nur um einmal das Bild komplett abzurunden.

00:05:21: Mein Alltag besteht natürlich schon in erster Linie aus einer Interessenvertretung, die aber bei uns glaube ich ein bisschen anders aussieht als jetzt im klassischen Branchenverband wie jetzt muss man der neuerbare Energien oder dem BDEW um mit meinem Energiebereich zu bleiben.

00:05:37: Weil wir ja immer und das ist unser gesetzlicher Auftrag aus dem IHK-Gesetz immer abwägen und ausgleichen müssen.

00:05:45: Das heißt wir sind im Gespräch Neben unseren Fachausschüssen.

00:05:48: natürlich sind wir im Gespräch mit unseren Kolleginnen und Kollegen in den Industrie- und Handelskammern, die uns dann zu den entsprechenden Gesetzen oder zu den Positionspapieren, die wir natürlich weder andere Verband auch schreiben.

00:06:02: Die uns dazu ihre Meinung übermitteln, die auf dem regionalen Gesamtinteresse beruhen.

00:06:07: Das heißt das regionale Gesamteintresse kann in Flensburg natürlich ein ganz anderes sein als es zum Beispiel in München der Fall ist Und unsere Aufgabe bei der DHK ist dann eben über alle Gesamtinteressen des Bundesdeutsche-Gesamtinteresse zu bilden.

00:06:26: Das klingt jetzt natürlich immer ein bisschen abstrakt, ich mache mal einen konkreten Beispiel.

00:06:32: wir hatten ja vor ein paar Jahren das war jetzt schon deutlich vor Corona aber da wir eine sehr regionale Organisation sind es ist glaube ich ein ganz gutes Beispiel die Frage ob denn die Übertragungsnetz entgelte bundesweit vereinheitlich werden sollten.

00:06:45: Wie ihr euch vorstellen könnt, wurde das natürlich in den verschiedenen IHK-Regionen sehr unterschiedlich gesehen.

00:06:51: Je nachdem ob man eben gesagt hat okay wir profitieren unterm Strich oder mal gesagt hat naja für uns geht es vielleicht eher ungünstig aus Und da gibt es natürlich trotzdem innerhalb auch der einzelnen IHKs gab es trotzdem auch Unterschiede in die Unternehmerschaft, dass das angeht.

00:07:06: Also Unternehmen gibt die in Regionen, die zwar mehr Bezahlungen gesagt haben naja aber es gibt durchaus auch gute Gründe dafür das zu tun so dass wir am Ende auf die IHKA-Ebene unter Abwägung eben allem was uns erreicht hat zum Schluss gekommen sind.

00:07:21: Wir sind für eine bundesweite Wälzung der Übertragungsnetze entgelte immer auch mit bedenken, dass wir auch wenn es erhebliche Mindermeinungen sind der Fachtherminus bei uns in der Organisation gibt die eben auch mit kommunizieren.

00:07:38: Das heißt nicht nur einfach zu sagen naja wir sind halt jetzt für die Vereinheitlichung sondern immer auch klarzumachen das es auch erhebrige Teile innerhalb der Wirtschaft gibt.

00:07:47: alles andere wäre bei dem Thema auch komisch die das natürlich irgendwo eine andere Meinung vertreten.

00:07:53: So, das ist der eine Teil meines Jobs und der anderen Teil ist ich bin sehr viel und nicht nur ich sondern auch die Leute in meinem Team.

00:08:01: Wir sind sehr viel natürlich in den IHKs unterwegs im Präsenz wie digital um eben vor Ort auch zu erklären was hat denn die Bundesregierung jetzt wieder beschlossen?

00:08:10: oder wo geht dann die Reise hin?

00:08:12: Also was ist denn in Planung?

00:08:13: worauf müssen sich die Unternehmen einstellen?

00:08:16: Weil genau wie Heinrich gesagt hat am Ende wollen natürlich alle Unternehmen irgendwo Planungs Sicherheit haben.

00:08:22: Die gucken natürlich mit ganz unterschiedlichen Interessen auf die verschiedenen Gesetze.

00:08:25: Deswegen kann für jedes Unternehmen Planungssicherheit wieder was komplett anderes heißen, aber das ist so ein bisschen glaube ich ganz gut beschrieben der Job den ich bei der DHK mache und so die Aufgabe, die wir als deutsche Industrie- und Handelskammer haben.

00:08:41: Vielen Dank.

00:08:41: Ganz lieben Dank dir!

00:08:42: Wo siehst du denn da den größten Konflikt aktuell zwischen den Unternehmern und der Regierung oder dem Gesetzgeber?

00:08:51: eigentlich existiert im Bereich der erneuerbaren Energien.

00:08:53: Jetzt unabhängig davon, ob das Wind, PV oder Wasserstoff ist?

00:08:58: Ich finde es immer interessant dass wir und das hast du jetzt auch gemacht Michael so ein bisschen implizit davon ausgehen, dass wir auch innerhalb der Branche immer einheitliche Meinungen hätten.

00:09:08: Das haben wir nicht!

00:09:12: Genau, ich habe früher auch mal beim Verband kommunale Unternehmen gearbeitet bevor ich bei der DHK angefangen habe und daher weiß ich dass das natürlich zum Beispiel auch bei den Stadtwerken nicht der Fall ist.

00:09:22: Das wirkt nur manchmal von außen so, als hätten die Branche eine einheitliche Meinung.

00:09:27: Und das ist natürlich auch innerhalb der Branche, der erneuerbaren Jahr mitnichten soll, dass es überall einheitlichen Meinungen gäbe.

00:09:34: Es gibt da schon sehr große Unterschiede.

00:09:38: Gerade wenn wir uns das Thema braucht's eigentlich noch ne Förderung und wenn ja wo brauchts ne Fördereung?

00:09:43: Wenn ja wie braucht sie eigentlich die Fördererung?

00:09:46: Da streiten sich am Ende dann auch innerhalb dieser Branche ein bisschen die Geister.

00:09:51: Wir als DHK gucken natürlich immer sehr stark darauf, wie kann das denn eigentlich Marktgetrieben am besten funktionieren?

00:09:58: Weil jede Förderung – und es ist mal egal ob wir die am Ende für gerechtfertigt halten oder nicht.

00:10:03: Jede Fördering ist am Ende ja auch eine Markeverzerrung Und die sollte aus unserer Sicht eben gut begründet sein und den Markt dann am Ende so wenig wie möglich verzerren.

00:10:12: Deswegen haben wir zum Beispiel mit GP Chool da weil wir es gerade vorhin angesprochen haben Natürlich sind wir sehr stark einer Meinung was das Thema PPAs angeht Da setzen wir uns ja schon länger auch für eine staatliche Absicherung ein, dass man sagt okay ich will gerne PPA abschließen aber ich weiß natürlich nicht gibt es in Industriebetrieb noch in drei fünf oder zehn Jahren.

00:10:33: Weil das ist der Planungshorizont den ich als erneuerbares Unternehmen habe.

00:10:37: wenn ich jetzt einen Wind- oder einen PV Park investiere Und da ist natürlich heute im EEG klar.

00:10:43: Da habe ich dann auch in drei, fünf oder zehn Jahren meine EEG-Förderung.

00:10:46: aber wenn der Industriebetrieb zum Beispiel ausfällt, dann hab' ich natürlich ein Problem muss mir jemand neu suchen und da kann dann sowas wie so eine Absicherung, eine staatliche, wie wir es ja auch in anderen Ländern haben durchaus ein sinnvolles Instrument sein.

00:10:59: das ist so einer Punkt dem wir gerade vor allem sehr stark arbeiten mit unserer Marktoffensive erneuerbare Energien.

00:11:09: Ansonsten wenn wir mal auf das gucken, jetzt mal nur singulär aufs EEG geguckt.

00:11:14: Ich denke mir auf die Netz-Thematiken kommen ja gleich auch nochmal zu sprechen.

00:11:19: Sind wir zum Beispiel kein besonders großer Freund der Umstellung auf dieser Differenzverträge?

00:11:24: Weil dadurch einfach erhebliche Marktverzerrungen erwarten.

00:11:28: Unternehmen werden weniger auf Markt-Signale reagieren, als wir es im aktuellen Förderregime auch haben.

00:11:34: Und das ist aus unserer Sicht definitiv ein Rückschritt.

00:11:36: Das sehen auch viele Unternehmen aus dem Bereich der Neuerbahnen so aber natürlich gibt es wahrscheinlich die Mehrheit auch im Bereich der Erneuerbaren, die sagen naja gut, aber es ist halt dann am Ende doch eine sichere Förderung.

00:11:46: ich kann darauf einen Investment machen, ich kann damit zur Bank gehen kriege dafür mein Kredit und kann am Ende meinen Projekt realisieren.

00:11:54: Genau bei den Stichwort Sicherheit will noch mal einsetzen.

00:11:59: Die Planungssicherheit ist natürlich etwas ganz, ganz Wichtiges.

00:12:02: Sicherheit insgesamt ist etwas ganz Essenzielles.

00:12:06: Jetzt bin ich selber seit sechzehn Jahren in dieser schönen Branche unterwegs und... Ich spreche immer wieder sehr gerne davon dass das Lux-Ritter-Tum mal wieder Einzug gehalten hat dann hält es mal wieder Auszug und das ist immer so ein bisschen eine Hühnungen auf und ab dabei.

00:12:21: die Frage die ich mir aber immer wieder stelle dabei ist wie viel Sicherheit braucht einen Unternehmer?

00:12:28: oder ein Unternehmen wirklich, um eine Entscheidung treffen zu können die sich wirtschaftlich sehr positiv auswirkt.

00:12:36: Sprich also ist es wirklich notwendig dass wir PPAs absichern wenn der Kunde nicht mehr da sein sollte.

00:12:46: PBA läuft fünf Jahre nach vier Komma acht sieben Jahren ist der Grunde nicht mehr dar.

00:12:50: was passiert mit Restlaufzeit?

00:12:52: muss das tatsächlich abgesichert werden?

00:12:54: auf der einen Seite verstehe ich um das vorne wegzunehmen absolut ja.

00:12:58: Man möchte das für die Planungssicherheit.

00:13:01: Auf der anderen Seite ist natürlich auch diese schöne gefährliche Stichwort unternehmerisches Risiko irgendwo vorhanden und auch viele Spieler im Markt, die – das ist meine ganz persönliche Meinung – eigentlich als Glücksritter nicht in diesen Markt gehören den wir aber mit diesen Sicherheiten ein verdammt großes Spielfeld geben

00:13:20: misst zu bauen!

00:13:23: Ja es kommt ein bisschen drauf an was man denn genau erreichen will.

00:13:27: Es hängt also vom Ziel ab, die Unternehmen, die jetzt im Erreichter erneuerbaren Tätik sind, die müssen das nicht zwingend haben – die komplette Absicherung ist da nicht der Zweck, dass man dann dort viele Risiken eingehen kann und immer abgesichert ist egal was man dort anstellt.

00:13:41: ganz im Gegenteil es geht darum, wenn wir insgesamt ein Stück weit volkswirtschaftlich betrachten natürlich mit mehr Sicherheit weniger Risikoaufschläge haben.

00:13:51: Das heißt, die Energie wird günstiger und das war von Anfang an der allergrößte Hebel im erneuerbaren Energiengesetz seit der Einführung dass die Absicherung einfach dazu geführt hat eine gewisse Planungssicherheit zu haben.

00:14:03: man hatte im ersten Moment erstmal den Absatz quasi geregelt und damit konnte man günstigen Finanzierungen kommen.

00:14:09: Erneuerbare Energien generell haben fast alle die Situation Investitionskosten und damit dieser Block an Finanzierung und Kapitalkosten unglaublich hoch ist, während die Betriebskosten stichwort Die Sonne schickt uns keine Rechnung.

00:14:24: Unglaublich niedrig sind!

00:14:26: Und das führt dazu dass eben gerade die Sicherheit in einem Investment und speziell eben an der Stelle eben auch fürs Fremdkapital ein unglaublicher Hebel ist um solche Finanzierungen günstig hinzubekommen.

00:14:39: Es gab schon einen Grund, warum eben nicht die ganze Finanzierung von Soleinergie oder der ganze Bau von Soleinargie in Griechenland oder nur in Spanien oder irgendwie in Marokko stattgefunden hat.

00:14:49: Weil dort einfach die Kapitalkosten viel höher waren als im Deutschland.

00:14:53: Darum gab es da am Anfang auch einen Boom weil über dieses EEG speziell eine große Sicherheit reingebracht wurde und dieser Teil an Sicherheit wirkt sich direkt anschluss auf die Kosten aus.

00:15:03: Und wenn wir uns diese Kostenkurve anschauen wie wir dort runtergekommen sind vom Jahr also wir für Freiflächanlagen noch knapp fünfzig Cent Vergütung benötigt haben, um so ein Projekt im Photovoltaik-Bereich hinzubekommen und heute sind wie unter fünf Cent.

00:15:18: Also das ist so diese Spanne die man erreicht hat und da trägt ganz viel dieser Sicherheit dazu bei.

00:15:24: Auf der anderen Seite, wenn ich über Planungssicherheit gesprochen habe dann geht es ein bisschen darum dass man natürlich als Unternehmen das im Bereich Projektierung unterwegs ist und mit Projekten unterwegs ist die sich irgendwo so zwischen drei Jahren für ein Photovoltaikprojekt und irgendwie auch mal sieben bis zehn Jahre für ein Windprojekt bewegen.

00:15:41: Dann hilft's natürlich nicht wenn wir alle zwei Jahre die Regeln ändern weil wir dann eben Auch während der Projektierung immer wieder neue Sortieren müssen, neue Prioritäten setzen und das hat eine Folge ganz klar.

00:15:54: Es treibt die Kosten Und wenn wir hier in einem freien Markt wären ja gar kein Problem Wenn es für alle gelten würde.

00:16:01: unser Problem im erneuerbaren Bereich ist dass wir ja in dem regulierten Markt unterwegs sind.

00:16:07: Das heißt wie sich unsere Kosten entwickeln?

00:16:09: Ist nur ein Teil der Wahrheit.

00:16:11: Der andere Teil ist, wie entwickeln sich denn die Kosten für Gas?

00:16:14: Für Öl?

00:16:15: Für Atomenergie oder sonst andere staatlich kontrollierte und gesteuerte Energieformen.

00:16:22: Und wenn wir dann eben diese Situation haben auf der neuerbaren Seite werden die Bedingungen schwieriger damit quasi unsicherer sprich teurer.

00:16:30: und auf der anderen Seite Geht man aber hier eine Wirtschaftsministerin senkt, zum Beispiel die Gasspeicherumlage oder schafft sie ab und senkt damit die Kosten für andere fossile Energien?

00:16:41: Dann gibt es genau diese Verzerrungen, die für uns dann gefährlich sind.

00:16:45: Ich möchte an der Stelle ehrlich gestanden mal das Wort Marktverzerrung aufgreifen und möchte mal die provokante Frage stellen in wie wir uns gerade den Anbetracht der ganz aktuellen Temperaturen, des Ausdrucks des Klimawandels, dem wir da draußen aktuell sehen.

00:17:03: Uns eigentlich

00:17:04: Markt

00:17:05: leisten können.

00:17:07: Markt leisten kann.

00:17:08: vor dem Hintergrund und Prognos hat es errechnet dass die Hitzeperiode vom siebzehnten Juni bis dreißigsten Juni sechs Komma drei Milliarden gekostet wird.

00:17:20: Sie errechnen das uns jeden Tag In der deutschen Wirtschaft ein Tag mit Temperaturen über dreißig Grad, vierhundertdreißig Millionen kostet.

00:17:30: Jeder Tag über vormund dreißzig Grad mehr als neunundvierzig Millionen Euro.

00:17:37: Wir sehen draußen dass die Flüsse so weit vertrocknet sind das im Rhein fast keine Schifffahrt mehr möglich ist und wie ich es gestern In den Nachrichten gesehen habe ein verantwortlicher Nordrhein-Westfalen eine Krisenkommission einrichten will, die sicherstellen soll wie auch immer.

00:17:53: Ich weiß nicht ob alle mit Gießkannen kommen sollen dass die Schifffahrt im Rheinsichergestellt werden kann und auch hier Wirtschaft widerleben kann.

00:18:04: Andererseits sehen wir das Energiepreise oder Energiepreis und Betreilichte zunehmen.

00:18:13: Wir haben im EEG eine Regelung die vorsieht, dass es die Möglichkeit gibt für Kommunen an erneuerbaren Energienprojekten sich zu beteiligen.

00:18:24: Neun Bundesländer immerhin haben aus dieser freiwilligen Regelung eine zwingende Regelung gemacht und wir sehen in der aktuellen Entwicklung des neuen EEGs was Frau Reiche vorgelegt hat – immerhin eine gesetzliche Regelung, die das ganz offensichtlich notwendig macht Zahlungen für Flächen auf den Windräder erstellt werden sollen, der Höhe nach zu begrenzen.

00:18:51: Will heißen auch hier gibt es einen irrsinnigen Spielraum.

00:18:56: Auch hier sind Beteiligte mit an Bord die ganz offensichtlich Gelegenheiten nutzen um mit Michaels Worten zu sprechen als Glücksritter Kohle zu machen und Da stellt sich mir schon die Frage, ist das Marktverzerrung?

00:19:13: Können wir uns einen Anbetrachter kosten und dessen was da auf uns zukommt, mag in dem Sinne eigentlich noch tatsächlich leisten.

00:19:21: Ich glaube, wir müssen mal ein bisschen abschichten, Dirk.

00:19:25: Also zum einen sehen wir ja dass das erfolgreichste Klimaschutzinstrument auf europäischer Ebene der Emissionshandel ist.

00:19:32: Das ist natürlich kein Markt, der von sich aus entstanden ist sondern es ist ein politisch geschaffener Markt ist klar weil ins eigentliche Marktergebnis zb am Strommarkt oder auch am Gasmarkt wird die Auswirkung des CO²-Ausstoß Das Freisetzungs von CO-Zweih nicht mit eingepreist.

00:19:51: Deswegen hat man ja den Emissionsieses marktbasierte Instrument auch gesetzt, mit extrem gutem Performance.

00:20:03: Deswegen haben wir in Deutschland ja auch im Jahr zwanzig einundzwanzig unser zweites Handelssystem eingeführt.

00:20:08: Auch wenn es aktuell noch kein handelsystem ist oder noch kein richtiges Handelsystem soll dann am achtentzehnzig europäisiert werden Weil das Marktzignal am Ende des beste Steuerungselement ist, dass wir tatsächlich haben.

00:20:25: Also da sehen wir als DHK schon sehr stark wie gut das wirkt und alle anderen Instrumente die wir neben dran haben beeinflussen natürlich das Signal aus einem CO-Zweihandel.

00:20:36: Da mag es für alles gute Gründe geben kann man sicherlich im Einzelnen alles diskutieren.

00:20:41: Aber wenn wir zum Beispiel – ich muss gar nicht auf erneuerbaren Förderungen eingehen, aber wenn wir z.B.

00:20:47: Unternehmen Geld bezahlen, dass sie irgendwelche Energie-Effizienzprojekte machen und das tun wir ja nicht nur in Deutschland, es ist ja am Ende CO²s.

00:20:56: europäischer Markt der da entstanden ist hat es natürlich Einfluss auf einen Marktpreis.

00:21:01: Wenn wir Unternehmen Geld geben damit Sie heute von Kuchskohle auf Direktreduktion im Stahlbereich umstellen?

00:21:10: Gibt für alles gute Gründe.

00:21:11: Hat das aber natürlich auch Einfluss auf den Marktpreis?

00:21:15: Wenn wir gucken, dass EEGs am Ende ja auch eine Verzerrung des Marktpreises in dem Fall des Strommarkpreises mit der Folgewirkung direkt die du richtig beschrieben hast was die Pachzahlungen angeht wenn wir jetzt aber die Pachtzahlungen wieder anfangen zu deckeln und auch dafür gibt es gute Gründer Es gibt für alles gute Gründe.

00:21:36: Er führt es natürlich dazu, dass das wiederum Auswirkungen hat auf den Förderbedarf der dann da ist und das hat wiederum eine Auswirkung auf das Marktergebnis.

00:21:46: Ich glaube am Ende erreichen wir Klimaschutz tatsächlich effizient.

00:21:49: in dem wir gucken was kann der CO²-Handel tatsächlich leisten?

00:21:54: Und an welchen Stellen ist es tatsächlich sinnvoll und notwendig über zusätzliche Instrumente noch für zusätzlichen Klimaschutz zu sorgen.

00:22:03: Und es gibt durchaus, also wir werden natürlich nicht alles mit dem Emissionshandel machen können das ist natürlich klar.

00:22:10: aber so wie wir's heute aufgestellt haben mit den keine Ahnung wie viele Instrumenten und eben nicht nur in Deutschland ja dann müssen wir eigentlich europaweit gucken führt das natürlich zu sehr vielen Ineffizienzen die wir im System haben und die wird dann alle über höhere Kosten Egal ob auf dem Strompreis, über unsere Steuern die wir bezahlen ja am Ende alle auch mittragen müssen.

00:22:35: Ich glaube schon dass da mal eine große Bereinigung auch sinnvoll wäre um Marktverzerrungen eben abzubauen.

00:22:44: Sebastian da bin ich voll und ganz bei dir.

00:22:46: Die Frage die Sie mir momentan stellt ist ob das jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist?

00:22:50: Denn tatsächlich diese ganzen Förderinstrumente die wir momentan haben auch diese Begrenzung die du angesprochen hast führt natürlich zu den Klagen berechtigterweise aus der Wirtschaft, dass Energie zu teuer ist.

00:23:02: Und das betrifft nicht nur die Wirtschaft sondern es betrifgt uns alle hier in Deutschland.

00:23:06: und für mich stellt sich da viel mehr die Frage Ob wir mit diesen einzelnen Förderinstrumenten, die eine solche Marktverzerrung zur Konsequenz haben.

00:23:15: Die zu Begehrlichkeiten bei einzelne Glücksrittern führen.

00:23:19: Mit all den positiven aber natürlich auch negativen Auswirkungen in der Summe aus meiner Sicht zu der entsprechenden Steigerung der Strompreise nicht tatsächlich andere Wege gehen sollten mehr über eine steuerliche Finanzierung mit einer konkreten Zieldefinition um dann Energiewende umzusetzen.

00:23:38: Und, um dieses Beispiel aufzugreifen was du sagst den Zertifikate handelt ja der ist sehr erfolgreich.

00:23:43: wir sehen in anderen europäischen Ländern die viel früher damit angefangen haben was sie für Erfolge erzielt haben.

00:23:50: aktuell können wir tatsächlich wiederum sehen Dass genau diese CO-Zweizeitigbeziehungen und deren Preise als politisches Instrument eingesetzt werden, wenn es zum Beispiel aktuell darum geht Autofahrer von den hohen Spritpreisen zu entlasten in dem politische Vorstellungen in den Welt gesetzt werden die da lauten, dann setzen wir doch mal die CO-Preise aus.

00:24:10: Genau diese Instrumente führen dann tatsächlich dazu dass sie zum Spielball aktueller Tagespolitik werden und das Gesamtziel nämlich tatsächlich den Klimawandel zu begrenzen zu stoppen, werden wir es definitiv wahrscheinlich nicht mehr hinbekommen.

00:24:24: Zu begrenzen in Formen das wir die Energiewende vor allem für alle weiter voranbringen.

00:24:29: Denn ist betrifft die gesamte Gesellschaft egal wen?

00:24:33: Das betrifgt nicht Privatpersonen oder Industrieunternehmen.

00:24:36: Es betrifpt uns all tatsächlich zu einem gemeinsamen Erfolg führen können.

00:24:43: Wir haben, also natürlich ist es eine gute Idee so schnell wie möglich klimaneutral zu werden.

00:24:48: Im Übrigen auch beim täglichen Blick auf die Gas- und Ölpreise.

00:24:51: Ich glaube da sind wir uns hier in der Runde auch sehr sehr einig dass wir da wegkommen müssen aus anderen Gründen als jetzt nur aus Klimaschutzgründen.

00:25:02: Und wenn ich mir die Zahlen in der energinensiven Industrie angucke, die ja sehr stark nach wie vor am Gas hängt minus fünfzehn Prozent Produktion seit zweitausend zweiundzwanzig.

00:25:13: Das ist sicherlich, Teil ist Strom getrieben aber der Großteil wird sicherlich Gas getrieben sein nach dem russischen Angriff in der Gastpreise.

00:25:21: Nach wie vor deutlich höher als wir es davor hatten.

00:25:25: dann müssen wir da natürlich am Ende vorankommen.

00:25:29: Wir haben aber ein grundsätzliches Problem, dass wir nicht lösen werden egal durch ob wir über einen Emissionshandelssystem oder über eine Steuerfinanzierung oder sonst Förderinstrumente am Ende reden.

00:25:44: Was wir feststellen was mir die Unternehmen berichten ist ja das es ein akutes Infrastrukturproblem gibt.

00:25:51: Meinen wir jetzt kennen wir alles bei der Bahn Wie lange es auch dauert, da Infrastruktur auszubauen und zu modernisieren.

00:25:58: Jetzt sind wir im Bereich der Stromnetze zum Glück nicht ganz so langsam wie das in dem Bereich der Schieneninfrastruktur ist.

00:26:04: aber es hat lange gedauert bis wir auf Übertragungsnetz Ebene auf eine Anzahl an Jahren gekommen sind die das dann eben dauert.

00:26:12: von der Entscheidung bis dann die Leitung... Da fließt jetzt auch der Strom durch.

00:26:17: Wir haben die Verteilenebene dabei vergessen.

00:26:20: Er hat irgendwie gedacht, naja wir machen jetzt ein paar dicke Leitungen und versuchen sie zu beschleunigen und dann reicht es schon.

00:26:27: Das ist aber sicherlich eher der kleinere Teil der Arbeit.

00:26:29: Wir müssen jetzt ja ganz dringend auch an die Varteilenetze ran weil natürlich hängen die Unternehmen und hängen alle in unseren Haushalten ja am Ende am Verteilenetz bis auf wenige Ausnahmen.

00:26:40: Und was uns gespiegelt wird aus den Unternehmen, ist eben dass die teilweise gar keine richtige Antwort von ihrem jeweiligen Netzbetreiber bekommen.

00:26:49: Dass der ihnen heute nicht sagen kann ob sie eben in zehn Jahren oder in fünfzehn Jahren dann auch einen entsprechenden Anschluss haben.

00:26:55: wenn Sie von Gas, hat ich ja gesagt wir sind halt nun mal sehr gasintensiv was unsere Industrie angeht.

00:27:01: Teilweise nutzen die auch noch Kohle.

00:27:03: Wir haben ja auch nicht überall einen Gasnetz liegen in Deutschland, also auch das kürze Wahrheit dazu bis es dann dazu kommt dass sie tatsächlich einen entsprechenden Stromnetzanschluss haben.

00:27:13: Haben wir noch gar nicht über Kosten geredet sondern einfach nur mal über die physische Voraussetzung über eine Elektrifizierung betriebliche Klimaneutralität zu erreichen.

00:27:22: Wir haben mal mit ein paar energieintensiven Mittelständlern auch dazu gesprochen, was sie denn erwarten.

00:27:29: Was ist denn auch kostenwürde?

00:27:31: Jetzt nur die Umstellung also nicht, was der Strompreis danach macht sondern nur die reine Umstellung, was Sie dafür Transformatoren für Leitungen bezahlen müssen Baukostenzuschüsse etc.

00:27:42: Da kommst du heutzutage wenn das Stromnetz grundsätzlich in der Lage ist die höhere Leistung zu liefern Kommst du auf Kosten dieser zwischen dreißig bis fünfzig Prozent eines Jahresumsatzes betragen?

00:27:56: Und wenn das Netz hinten dran eben nicht in der Lage ist, heute nicht in die Lage ist das zu liefern.

00:28:02: Das heißt irgendwo hintendran im Netz muss eben verstärkt werden dann reden wir schnell auch über Kosten die bis zu hundert prozent eines Jahres umsatzes eines Unternehmens geht.

00:28:12: Das sind natürlich Kosten, die ein Unternehmen in aller Regel nicht tragen kann.

00:28:18: Weil ich meine, die Umsatzrendite gerade im energieintensiven Mittelstand liegt irgendwo zwischen zwei und fünf Prozent in der Regel.

00:28:26: Da muss sich also lange sehr viel Geld auch mit der Umstellung verdienen bzw.

00:28:32: muss sehr viel Zeit hinten dran verdienen nachdem ich umgestellt habe um die Kosten wieder rauszuholen.

00:28:37: Und das ist das große Problem, dass wir derzeit vor allem in die Industrie aber durchaus auch im Gewerbe sehen.

00:28:43: Es gibt ja nur nochmal ein weiteres Beispiel um es abzurunden.

00:28:47: Wenn Unternehmen haben ja die Verpflichtung wenn sie öffentliche Parklätze haben entsprechend eine Ladeinfrastruktur aufzubauen und nach dem Gebäude Energieinfrastrukturgesetz Ja und wenn sie das dann tun, aber den Netzbetreiber die Dinger nicht anschließen kann.

00:29:02: Das ist natürlich ein schlechtes Zeichen und für die Akzeptanz der Energiewende glaube ich sehr negativ, wenn da die ganze Zeit ein Schild dran hängt.

00:29:09: er tut mir leid Ich würde euch gerne hier Strom liefern Wenn ihr bei mir was kauft Aber ich habe leider kein Netzanschluss Und deswegen ist das Ding außer Betrieb.

00:29:18: Ich glaube um Die Beschleunigung direkt von der du gesprochen hast hinzubekommen, müssen wir ganz dringend diesen Infrastrukturflaschenhals auflösen.

00:29:28: Und da sind jetzt mal kleinere erste Schritte auch in dem drin was Katharina Reiche mit im Netzpaket vorgelegt hat.

00:29:35: ich weiß haben sich alle auf diese Redis Patch Nummer ja gestürzt.

00:29:38: Ich halte aber das andere Thema eigentlich für deutlich wichtiger.

00:29:44: Ich würde mir gerne kurz einen kleinen Schritt zurück machen zu der Thematik, was du gerade eben sehr schön beschrieben hast mit den Investitionskosten die ihr da

00:29:55: anstehen.

00:29:56: Jetzt sind wir ja in unserer Runde jeder Steuerzahler, jeder macht seine Steuererklärung und die Unternehmen haben ja die verschiedensten Möglichkeiten auch diese Investition für sich zum einen Anzukündigen Rückstellungen zu bilden dafür auf der anderen Seite aber auch die Gewinnminderung durch diese Ausgaben dann in Anspruch zu nehmen indem Was du gerade skizziert hast, fehlte für mich ein bisschen.

00:30:21: Ich korrigiere mich da super gerne wenn ich das nicht richtig mitbekommen habe.

00:30:25: Fehlte so ein bisschen die Möglichkeit... Ja!

00:30:27: Das ist alles verdammt teuer und in Travokostet locker mal zweihunderttausend Euro aufwärts.

00:30:32: Das was drum herumkommt, die ganzen Mannstunden, dass es sehr viel Geld was in die Hand genommen werden muss von den Unternehmen.

00:30:39: Wirkt sich ja aber auch positiv auf die Gewinnminderung aus.

00:30:44: Sprich

00:30:45: die Unternehmen müssten ja eigentlich auch weniger Steuerzahlen dann, bekommen also dadurch dieses Investment ja auch irgendwo dann im Long Run nicht innerhalb von zwei drei Jahren.

00:30:54: Auch wieder schmackhaft!

00:30:55: Also das bekomme ich bei meinen Kunden mit, die ich berate in Sachen Energieumstellung oder wie können die an Unternehmen herangehen?

00:31:03: Dann ist es ja auch einen Punkt wo man dann immer eigentlich sagt hey hol denen Fachmann dazu, hol denen Steuerberater dazu... Das ist ja dann um diesen Blick auch wieder auf die PPAs und die Langfristigkeit zu ziehen.

00:31:15: Ja, so ein bisschen das Verkaufsargument was da draußen existiert.

00:31:21: Es geht ja nicht darum jetzt hundert Millionen Euro in einem Jahr an die Hand zu nehmen Das komplett auszugeben Und ich sehe das Geld komplett nie wieder und habe nur Nachteile davon.

00:31:32: Auf der einen Seite vollkommen richtig Da gibt es natürlich auch Möglichkeiten Nicht nur das steuerlich zu nutzen Sondern darüber hinaus sogar noch Förderungen für eine andere Maßnahme eben zu beantragen.

00:31:43: Das ist schon abgefedert.

00:31:46: Und gleichzeitig muss man sich eben auch angucken, welche Investitionen machen denn da wirklich Sinn?

00:31:51: Wir gehen heute ein bisschen davon aus dass irgendwie alles komplett und sofort elektrifiziert werden muss.

00:31:57: Da steht man natürlich schon oft vor der Situation das geht nicht schnell.

00:32:01: Und da gibt es teilweise auch einfach die Techniken noch nicht dazu.

00:32:05: Da gibt's die Infrastruktur dahinter noch nicht, die das alles umstellen kann.

00:32:09: Da jammern noch viele weil das bisher noch nicht gebaut wurde.

00:32:13: Vielleicht waren es noch gar nicht entwickelt worden, wobei wir schon unglaublich viel haben.

00:32:18: Aber es ist selten so dass ein System dann optimiert wird wenn man da völlig monothematisch nur noch auf eine Schiene nämlich die Stromschiene geht.

00:32:26: üblicherweise zeigt sich das wir die Vorteile der verschiedenen Energieträger in verschiedenen Formen doch ganz gut kombinieren können.

00:32:34: und wenn wir heute wissen dass die Stromseite ganz sicher die günstigste Art und Weise der Erzeugung darstellt, muss sie nicht die günstigste Art undweise für jeglichen Bedarf, für die Speicherung oder den Transport darstellen.

00:32:47: Ein Beispiel – das kennen sich ja auch alle – ist dieses Thema im Wasserstoff-Wasserstoff-Kernnetz.

00:32:53: dort große Mengen überschüssiger Energie eben in Wasserstoff zu verwandeln, die sehr, sehr günstige langfristig gespeichert werden können über die ganze Republik verteilt werden können.

00:33:05: Das ist ein Aspekt, der kommt da heute in der Diskussion zu kurz.

00:33:09: Wenn wir über Energiewende reden dann haben die meisten erst mal nur Stromwände im Kopf und das ist eben nur ein Teil der Wahrheit.

00:33:15: Der Strom spielt eine ganz große Rolle, das will ich überhaupt nicht abtun Aber ich sehe es eben auch In der Verbandsarbeit.

00:33:21: Ich bin doch da einem Verwendentätin gerade jetzt bei uns in Bayern Im Landesverband erneuerbar in Energien.

00:33:26: Da darf ich vorsitzenden sein dieses Verbandes Und Wir Haben dort Vertreter aller dieser Technologien.

00:33:33: Und wenn wir aber dann mit den Unternehmen sprechen, dann fällt uns und das ist auch nicht ungewöhnlich schnell auf dass die Unternehmen natürlich diese Breite an Wissen nicht haben.

00:33:43: welche Möglichkeiten gibt es denn da?

00:33:45: Um dieses Beispiel von dir Sebastian nochmal kurz aufzugreifen Wenn dort der Bedarf besteht Filmenparkplätze mit Ladeinfrastruktur auszustatten Mir ist es klar Das geht nicht ganz einfach wenn ich das jetzt wie über den Hausanschluss laufen lasse und dort zwanzig Ladeplätzeaufbau.

00:34:00: Aber In ganz, ganz vielen Fällen haben wir die Möglichkeit dort zum Beispiel über einen Einsatz von lokalen Speichern, so speichergepufferte Ladeinfrastruktur aufzubauen.

00:34:12: Was auch ein ganz großer Hebel ist diese Lade-Infrastruktur zu steuern und mit entsprechenden Erzeugungsanlagen der klassischen Photovoltaikanlage auf dem Firmendach eben zu kombinieren.

00:34:22: Sobald das funktioniert – und wir eben dort dann anfangen können zu steuhren – die Ladefestruktur eben dann mit mehr Energie zu versorgen die Laderaten höher zu schalten, wenn viel Energie vor Ort erfunden ist bzw.

00:34:34: dann eben aus dem Speicher nachzuhelfen, dann lässt sich sowas auch realisieren ohne dass man zehn Jahre auf irgendwie neuen Mittelspannungsanschluss wartet.

00:34:42: Und das ist auch ein Thema.

00:34:43: Das gilt nicht nur für die Unternehmen, für den Energieverbraucher vor Ort, sondern es ist auch noch ein Thema und ich muss gleich mal ins Feld führen eine Lanze brechen vielleicht dafür die Verteilnetzbetreiber wir erleben das in den Diskussionen vor Ort jetzt speziell in Bayern in dem Fall eben Die Verteidigungsbetreber sind dort nicht übernimmt, die sie nicht wollen.

00:35:02: natürlich sind ist das Verteilenetz schon ein Stück des Flaschenthalses ganz klar.

00:35:06: aber das liegt nicht unbedingt an den Betreibern, sondern es liegt auch wieder mal an der Regulatorik.

00:35:11: Dort ist es auch so dass der Ausbau die Planungsverfahren unglaublich lange dauern um neue Leitungen zu machen.

00:35:16: Es wäre schön wenn wir hier über Südling-Südostlink und alle anderen DC Verbindungen heute schon die Energie hätten, die versprochen wurde.

00:35:25: aber da sehen wir das sind zehn Jahre mal nix.

00:35:27: Aber ein anderes Potenzial lassen wir völlig unangetastet und das ist dieses große Thema Digitalisierung.

00:35:33: Unser Stromnetz sind durchschnitt in Deutschland nur zu zwanzig Prozent ausgelastet.

00:35:38: Wir sollten, und werden es nicht auf hundert Prozent auslasten.

00:35:41: ganz klar aber zwanziger Prozent weit weg von dem was Sinn macht.

00:35:45: Und dass sie eben eine Maßnahme nur als Beispiel die unglaublich schnelle Umsätze umsetzen lassen würde da reden wir vom Zeitraum von ein zwei vielleicht drei Jahren Um dort viel mehr Kapazität darüber zu lenken, die Bestäbenleitungen viel besser auszunutzen und damit natürlich die Kosten runterzukriegen.

00:36:00: So eine Digitalisierungsmaßnahme sind gleich zum Neubau ein wirklich kleiner Bruchteil dessen was doch investierten werden muss zeitlich wie auch kostenseitig.

00:36:10: Und zum dritten Punkt der vorhin noch angesprochen wurde in dieses Thema Regulatorik ja wir haben heute tatsächlich im Problem darin dass diese Vielfalt an Regeln die sich übrigens zu einem ganz großen Teil auch oft widersprechen.

00:36:25: Auf der einen Seite förder ich Flexibilisierung, auf der anderen Seite habe ich ein Energiewirtschaftsgesetz, das einen konstanten Verbrauch von Strom honoriert, indem ich Netzgeld reduziere für den Spänenverbraucher.

00:36:37: Das sind Regeln, die widersprechend sich knallhart und das führt natürlich zu unnötigen Kosten, die wir am Schluss irgendwie alle bezahlen müssen.

00:36:46: Wir haben unglaublich ineffizientes System ist auch wahrscheinlich nicht ungewöhnlich, weil wir uns hier gerade in so einer Art industriellen Revolution befinden.

00:36:55: Wir stellen um von der Situation wo wir mit ein paar Händen voll Kraftwerken die ganze Republik versorgt haben, wo wir heute Millionen von Produzenten haben, die gut koordiniert diese Aufgabe übernehmen müssen und werben.

00:37:09: Und das bedeutet natürlich auch ich muss komplett anders rangehen technisch Aber natürlich eben auch regulatorisch.

00:37:16: Und diesen Umschwung, technisch sind wir da sehr weit, regulatorisch sind die noch in der Steinzeit und diesen Distance-Dien müssen wir auflösen um das ganze günstig zu kriegen.

00:37:28: Der Schwerpunkt der Kosten entsteht nicht.

00:37:31: bei der Produktion war tatsächlich Solarstrom irgendwo im Bereich zwischen vierundhalb und auf einem Hausdach vielleicht mal sieben halb Cent.

00:37:37: irgendwo in dem Bereich bewegt sich Soleinergie Windenergie in ähnlichen Bereichen.

00:37:41: Das ist nicht das Problem.

00:37:43: Es ist die Frage der Steuerung.

00:37:44: Wann habe ich diese Energie?

00:37:46: Wo produziere ich die, wo kann ich sie hinleiten?

00:37:49: und allein die Annahme stichwort eine Strompreiszone.

00:37:52: Deutschland als Kupferplatte.

00:37:54: das ist etwas was unglaublich hohe Kosten vorsagt weil die Regulatorik mit der Physik nicht Schritt hält.

00:37:59: Die Regulatorik hat mit der für Sieg nichts Schritt.

00:38:04: Mit dieser Diagnose endet erster Teil unseres Gesprächs.

00:38:07: Im zweiten Teil wechseln wir von der Problembeschreibung zu Umsetzung.

00:38:11: Welche Rolle spielt Wasserstoff?

00:38:13: Warum bremsen Genehmigungen und eighthundertsechzig unterschiedliche Anschlusswelten?

00:38:17: Und braucht Deutschland

00:38:19: einen verbindlicheren Transformationsplan.

00:38:21: Teil zwei ist auch bereits online, viel Spaß beim Zuhören!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.